Marius Keite

„Ich freue mich, dass wir als CDU-Fraktion den wunden Punkt in der Radverkehrsdebatte getroffen haben und andere Parteien in Rechtfertigungszwang für das bisherige Vorgehen kommen. Nun gilt es jedoch, sich auf Sachdaten zu konzentrieren“, fordert Marius Keite, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. „Die CDU-Fraktion fordert weiterhin nachdrücklich finanzielle Ausgaben für Fahrradwerbung einzustellen. Mittlerweile wurde ein nicht unerheblicher sechsstelliger Betrag für Aktionen wie Riesenposter am Stadthaus, Postkarten oder Werbung an Bushaltestelle gesteckt.

Die CDU Fraktion hätte von diesem Geld lieber Radwege gebaut. Gute Radwege geben mehr Sicherheit und Komfort beim Fahrradfahren als Werbeplakate“, erläutert Keite. Bereits aus einer Anfrage der CDU/BOB-Gruppe gingen seit Einführung der Kampagne „Osnabrück sattelt auf“ im Jahr 2013 jährliche Ausgaben zwischen 25.000 Euro und 100.000 Euro hervor. „Die CDU-Fraktion bietet jedoch nochmals an, endlich gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Bedingung für uns ist die Umwidmung von Werbegeldern in Ausgaben für Radwege. Unsinnigkeiten aus dem Radverkehrsplan, insbesondere die Katharinenstraße zur Nebenroute und die Martinistraße nach teurem Umbau zur Hauptroute nach Hellern zu machen, müssen zwingend ausgebügelt werden“, formuliert Keite den Rahmen für eine überparteiliche Einigung. „Wichtig ist jedoch für einen Konsens, dass wir langfristig zu verfolgende Perspektiven aufzeigen. Die CDU-Fraktion unterstützt, dass am Wallring der ERA+ Standard (2,50 m breite Radwege) verfolgt wird. Wir sind uns doch einig, dass etwas für die Sicherheit der Radfahrer getan werden muss. Der ERA+ Standard liegt deutlich über Normalmaß für Radwege, ist sicher und komfortabel und wäre finanziell anspruchsvoll aber vertretbar.
Wir haben in den letzten Haushaltsberatungen bereits eine Stärkung des Budgets für Radwege um 25% durchgesetzt, werden das nächste Mal wieder Wert auf den weiteren Ausbau legen und auch finanziell unterlegen. Auf einer sachorientierten Grundlage können wir uns neben der Katharinenstraße auch eine weitere Fahrradstraße vorstellen. Ich fordere die anderen Fraktionen auf, dass alle die Bereitschaft einbringen, sich zusammen zu raufen und einigungsbereit endlich Perspektiven für ein wirklich fahrradfreundliches Osnabrück schaffen“, so Keite abschließend.

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