Fritz Brickwedde

Die CDU-Stadtratsfraktion unterstützt die Gesamtkonferenz des Ratsgymnasium und lehnt einen Anbau an den historischen Lehmann-Bau von 1906 ab. „Wir unterstützen einen eigenständigen Neubau, da ein Anbau räumliche Enge, Anhebung des Lärmpegels, starke Stauungen in den Pausen und eine Verdunkelung der vorhandenen Flure bedeuten würde. Ein Anbau ist für uns auch aus Gründen des Denkmalschutzes völlig inakzeptabel", so Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde.

Die Gesamtkonferenz des Ratsgymnasium hat sich in einer geheimen Abstimmung mit 99:1 gegen einen Anbau ausgesprochen. Schulleitung, Personalrat, Eltern und Schülervertreter haben sich daraufhin an die Fraktionen des Rates gewandt. Bei einem Ortstermin am Freitag haben sich Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde, die Mitglieder des Schulausschusses, Petra Knabenschuh und Stefan Kniefert sowie des Immobilienausschusses Claudia Schiller und Christian Münzer im Ratsgymnasium informiert.

Für die Umstellung von G8 auf G9 braucht das Ratsgymnasium sechs neue Klassenräume. Während im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium der Bau zusätzlicher Räume bereits begonnen hat, gibt es beim Ratsgymnasium eine Kontroverse über Anbau oder Neubau.

Nach Informationen der CDU-Fraktion hätte es längst zur Realisierung des Neubau kommen können, wenn sich Stadtbaurat Otte nicht in das Thema eingemischt hätte. Der Solitärbau sei ursprünglich auch vom Eigenbetrieb Immobilien vorgesehen gewesen. Die Anbau-Idee von Stadtbaurat Otte gehe auf einen früheren Wettbewerbsbeitrag aus der Zeit des Architekten Otte zurück. Bei Realisierung des Anbaues würde jedoch der Schulbetrieb gestört und es müssten wieder Containeraufgestellt werden.

Brickwedde: „Es geht nicht um einen seitlichen, sondern um einen frontalen Anbau an das historische Lehmann-Gebäude von 1906 und damit um eine Zerstörung der Identität dieses Denkmals."

Ein Solitärbau führe zur Entzerrung der Schülerkonzentration. Bei Entfernung der Container und Verlegung des Abfallbereichs könnte der Schulhof vergrößert werden. Der Neubau könne zwei- oder dreigeschossig erfolgen. Dementsprechend könne der Flächenverbrauch verringert werden. Nach Auffassung der CDU sollte das Raumproblem des Ratsgymnasium jetzt schnell und im Einvernehmen mit der Schule gelöst werden.

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