Dr. E. h. Fritz Brickwedde

„Die Befürworter der Neumarktsperrung – von der FDP bis zu den Grünen – akzeptieren offensichtlich, dass es jährlich zu Millionen zusätzlicher Kilometer, tausenden Tonnen zusätzlichem CO2, Millionen zusätzlichen Litern Treibstoffverbrauch und ebenso einer Millionen Euro Mehrbelastung für Autofahrer käme. Allein ein Pendler wird für seine tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz zusätzlich mehrere hundert Euro im Jahr aufbringen müssen. Die Neumarktsperrung können sich nur Besserverdienende leisten. Das Klima auf keinen Fall“, mit diesen Worten reagierte CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde auf die bissige Kritik von FDP und Grünen an den Ergebnissen seiner Testfahrten in Osnabrück.

Dem Vorsitzenden der FDP-Fraktion warf er vor, nur Schlagworte, aber keine Lösungen zu präsentieren. So sei es z. B. nicht hinreichend, nach LKW-Durchfahrtverboten zu rufen. Jeder Kundige wisse, dass ohne den Lückenschluss der A33-Nord ein LKW-Durchfahrtverbot nicht zulässig sei.

Durch den von den Grünen abgelehnten Lückenschluss käme es zu Entlastungseffekten für die Hauptverkehrsachsen in Osnabrück. Am stärksten werde der Streckenverlauf der B68 von der Hansastraße über den Wall bis zur Iburger Straße entlastet. Man rechne für diese höchst belasteten innerstädtischen Straßen mit einem Rückgang von 500 LKW am Tag. Flächendeckende oder großflächige LKW–Verbote, insbesondere auf Hauptverkehrsstraßen, seien zurzeit nicht zulässig. Die Stadt Osnabrück bedürfe im Übrigen für LKW-Fahrverbote auf Hauptverkehrsstraßen einer Zustimmung der obersten Nds. Straßenverkehrsbehörde. Diese vertrete aber die Auffassung, das totale Sperrungen für LKW unzulässig seien, wenn nicht Ausweichstrecken zur Verfügung stehen würden. Das könnte die A33 oder auch die Entlastungsstraße-West leisten, diese habe aber die FDP auch abgelehnt.

Zu den närrischen Kommentaren der Grünen äußere er eine Empfehlung am Beginn der Fastenzeit: „Kehret um und tuet Buße!“

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