Marius Keite

„Die Kritik des Bundes der Steuerzahler ist richtig. Herr Otte darf sich nicht einfach herausreden, indem er auf die angefallenen Mehrkosten für unerwartete Ereignisse verweist“, kritisiert Marius Keite, Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses die Rechtfertigungsversuche des Stadtbaurates im Hinblick auf die Kritik des Steuerzahlerbundes.

„Fakt ist, dass Herr Otte dem Stadtentwicklungsausschuss zwei Varianten zur Radwegausgestaltung vorgelegt hat: Den gegenüber offiziellen Empfehlungen für Radwegen (ERA) bereits gehobenen ERA+ Standard für 180.000 € und den über 50% teureren, die sog. „Protected Bike Lane“ für 275.000 €. Der normale Standard der offiziellen Empfehlungen für die Breite von Radwegen wurde gar nicht erst als mögliche Variante erwähnt. Anschließend wurde dem Ausschuss begründet, warum die teurere Variante vorzuziehen ist. Die CDU-Fraktion hat sich deutlich für gute und sichere Radwege ausgesprochen, die über den Standradweg hinausgehen mit einer Gesamtbreite von 2,50 Metern, sog. ERA+ Standard. Das genügt aus unserer Sicht jedoch und wäre eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur jetzigen Situation der Fahrradfahrer am Wallring. Nochmals 50% teurer zu werden war für uns kein verantwortbarer Umgang mit Steuergeldern. Deshalb haben wir seitens der CDU-Fraktion dagegen gestimmt“, erläutert Keite.

„Dem Stadtentwicklungsausschuss, der finanziell erheblich verschuldeten Stadt Osnabrück, vorzuschlagen, bei Radwegen die teuerste, eine nach der Verwaltungsvorlage deutschlandweit deshalb kaum verbreitete Variante zu wählen und anschließend dem Steuerzahlerbund schlampige Arbeit vorzuwerfen, ist aus unserer Sicht mindestens mutig. Wir empfehlen, dass Herr Otte sich darauf konzentriert, vernünftige Radwege am Wallring endlich umzusetzen. Dafür hat er die fraktionsübergreifende Rückendeckung und kann endlich anfangen“, konstatiert Keite.

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