Dr. E. h. Fritz Brickwedde

Zu dem bemerkenswerten Interview mit Dr. Vorwerk gibt die CDU-Fraktion folgende Stellungnahme ab:

"Wir sind dem Leitenden Abteilungsarzt Pneumologie am Klinikum, Dr. Hagen Vorwerk, sehr dankbar für seine abwägenden informativen Aussagen zur NO2-Thematik, um Verunsicherung und Ängste abzubauen." Das erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde und fügte hinzu:"Über 98 Prozent der Osnabrücker Straßen haben überhaupt kein Stickstoffoxid-Problem. Sehr wenige Straßen haben relativ geringe Grenzwertüberschreitungen. Z.B. durch Umstellung der Diesel- auf Elektrobusse und bessere Verkehrssysteme werden wir auch dieses Problem lösen."

Feinstaub sei wesentlich gefährlicher als NO2. Dieser Grenzwert werde in Osnabrück eingehalten. 40% des Feinstaubs würden aber durch Kleinverbraucher und Haushalte erzeugt, nur fünf Prozent durch Diesel-PKW. Kerzen, Räucherstäbchen, Kaminfeuer und Zigaretten sonderten den meisten Feinstaub im Innenraum ab. Der Grenzwert betrage 50 Mikrogramm pro m3, in Wohnungen von Rauchern bis zu 1.000! Es sei gut, dass ein führender Lungenarzt auf diese Relationen hingewiesen habe.

Ein Gasherd, ein Kamin oder Kerzen erzeugten auch NO2. Bei vier Kerzen in einem zwölf qm großen Raum könne der Grenzwert von 40 bereits überschritten werden. Zu bedenken sei auch, dass in der Industrie am Arbeitsplatz ein Grenzwert von 950 bei NO2 gelte.

Angstmacherei sei ein schlechter Ratgeber. Es sei gut, dass Dr. Vorwerk darauf mit Beispielen aus der lungenärztlichen Praxis hingewiesen habe. Brickwedde:"Der Grenzwert von 40 stellt einen Vorsichtswert für Risikogruppen dar. Wir werden alles dafür tun, damit die Grenzwertüberschreitungen an wenigen Osnabrücker Straßen bald der Vergangenheit angehören. Aus diesem Grund darf der Schlosswall auch nicht stärker mit Verkehr belastet werden."

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