Vor wenigen Tagen hat die Landesregierung die Gebietskulisse der sogenannten nitrat-belasteten Gebiete in Niedersachsen veröffentlicht. Der Nordwesten Osnabrücks liegt in einem der belasteten Gebiete. In den belasteten Gebieten sollen künftig noch schärfere Anforderungen an die Düngung landwirtschaftlicher Flächen gelten, um die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Leider wurde dabei nicht berücksichtigt, dass die bereits verschärften Anforderungen der letzten Novelle der Düngeverordnung in der kurzen Zeit seit 2017 noch gar keine Wirkung entfalten konnten.

Verena Kämmerling

Dazu stellt Verena Kämmerling, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion fest: „Die Festlegung der belasteten Gebiete beruht auf einem komplizierten Verfahren, bei dem es darauf ankommt, wie viele Grundwassermessstellen in einem Gebiet den Nitratgrenzwert von 50 mg/l nicht einhalten. Bereits wenn ein Fünftel der Fläche eines Gebiets erhöhte Werte aufweist, wird das gesamte Gebiet als belastet eingestuft, obwohl bei Weitem nicht alle Messstellen überhöhte Werte haben.“ Für das Grund- und Trinkwasser in Osnabrück kann aus Sicht von Verena Kämmerling Entwarnung gegeben werden: „Ich habe mir jeden einzelnen Datensatz der zugrundeliegenden vier Messstellen auf unserem Stadtgebiet angeschaut. Die Grundwassermessstellen im Gebiet der Stadt Osnabrück unterschreiten den Grenzwert bei Nitrat deutlich. Auch die Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke liegen weit unter dem Nitratgrenzwert.“

Verena Kämmerling betont: „Sauberes Trinkwasser ist nicht verhandelbar, wir alle tragen Verantwortung für unser Wasser. Die Stadtwerke Osnabrück führen seit über 25 Jahren Trinkwasserkooperationen mit den Landwirten in unseren Trinkwassergebieten durch. Der Erfolg dieser Kooperationen, in denen bei der Landbewirtschaftung besonderes Augenmerk auf dem Grundwasserschutz liegt, zeigt sich in den guten Werten unseres Grund- und Trinkwassers. Diese gute Arbeit muss fortgesetzt werden.“

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