Dr. E. h. Fritz Brickwedde

CDU aber offen für Austausch mit Bewohnern und Eigentümer

CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde wird alle Bewohner und den Eigentümer des Hauses am Berliner Platz zu einem Gespräch einladen, um im direkten Dialog Bedenken zu einer Umbenennung in Helmut-Kohl-Platz zu diskutieren. Brickwedde: „Die große Mehrheit des Osnabrücker Stadtrates möchte einen Platz in der Innenstadt nach dem verstorbenen langjährigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl benennen, so wie es auch einen Konrad-Adenauer-Ring und einen Willy-Brandt-Platz gibt." Es gehöre zur demokratischen Kultur, dass an überragende Repräsentanten der Republik mit großen Verdiensten bleibend erinnert werde. Bundeskanzler Kohl habe die geschichtliche Chance zur deutschen Einheit ergriffen und realisiert. Auch um die Einigung Europas habe er sich bleibende Verdienste erworben. Er habe in der Tradition von Konrad Adenauer gegen Nationalismus und für Europa gestanden. Gerade in der heutigen Zeit von Populismus und Nationalismus sei es besonders wichtig, an gemäßigte demokratische Politiker zu erinnern, die als Deutsche europäische Geschichte geschrieben hätte. Jede kleinkarierte Diskussion sei fehl am Platze.

Brickwedde erinnerte daran, dass der Berliner Platz bis zum Mauerbau Schillerplatz geheißen habe. Aus Solidarität mit dem geteilten Berlin sei damals der Platz umbenannt worden. Dieser Grund sei nicht zuletzt durch das Wirken von Bundeskanzler Kohl entfallen. Berlin und Deutschland seien nicht mehr geteilt, sondern zum Glück vereint.

„Selbstverständlich möchten wir uns aber auch mit den Gegenargumenten auseinandersetzen. Deswegen werden wir alle Betroffenen zu einer Diskussion einladen," erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

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