Florian Schwab

Günter Sandfort

„Das Zünden von etlichen Bengalos und Blinkern, wie beim letzten Auswärtsspiel des VFL in Bochum, ist absolut inakzeptabel. Die gesundheitliche Gefährdung der Zuschauer wird bewusst in Kauf genommen. Ich war selbst im Stadion und habe mir einen Schal vor das Gesicht

gehalten, um mich vor dem beißenden Rauch zu schützen",
teilt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Sandfort mit.
Nach Auffassung der CDU sind alle rechtlichen Mittel zu nutzen, um diesen vermeintlichen "VFL-Fans" das Handwerk zu legen und für den entstandenen Schaden von bis
zu 80.000 EUR zur Kasse zu bitten. Außerdem sollte derartigen Chaoten ein Stadionverbot erteilt und die Einlasskontrollen verschärft werden. Diese waren in Bochum
mangelhaft. „Ich wurde beispielsweise gar nicht kontrolliert", teilt Sandfort mit. In einer großen Pyroaktion wurden 60 Bengalos, 25 Blinker und ein Nebeltopf gezündet. Viele Besucher beklagten sich über Atembeschwerden, tränende Augen und den beißenden Geruch. Auch die Sicht im Stadion war insbesondere zu Beginn der 2. Halbzeit stark eingeschränkt.
„Es stimmt mich sehr traurig, wenn wir im Stadtrat eine großzügige Unterstützung des VFL beschließen, die in Anbetracht des sportlichen Erfolges und der gesamten Entwicklung sehr gerechtfertigt ist – andererseits der Verein jedoch für dieses unsägliche Verhalten einiger weniger vermummter Zündler eine Rekordstrafe zahlen muss. Das muss sich ändern, auch mit Blick auf die noch anstehenden Investitionen, die die DFL fordert", sagt Sandfort. Insofern wird die Null-Toleranz-Politik des Vereins gegenüber Pyro-Technik seitens der CDU ausdrücklich unterstützt.
Florian Schwab, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion verurteilt das Geschehen in Bochum ebenfalls scharf, fordert die DFL allerdings auf, an alternativen
Lösungen zu arbeiten: „Vielleicht kann perspektivisch nicht giftige und ungefährliche Technik in speziellen Sicherheitszonen der Stadien zum Einsatz kommen, die zu einer
guten Stimmung beiträgt."

 

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