Dr. E. h. Fritz Brickwedde

CDU lehnt Verkauf städtischer Flächen am Finkenhügel an Investor ab

Für die Sitzung des heute tagenden Immobilien- und des Finanzausschusses hat die CDU-Fraktion einen Antrag eingebracht, mit dem der durch die Verwaltung geplante Verkauf der städtischen Flächen am Finkenhügel an einen Investor im Höchstgebotsverfahren verhindert werden soll. CDU-Fraktionsvorsitzender Fritz Brickwedde: „Wir wollen, dass im geplanten Baugebiet auf der ehemaligen Trasse der Westumgehung mehrheitlich Familien mit Kindern eine Chance auf Wohneigentum bekommen. Deshalb soll es einen Direktverkauf an die zukünftigen Hausbewohner und Reduzierungen des Kaufpreises für Familien geben.“ Ein dazwischen geschalteter Investor würde zur Erhöhung der Preise führen.

Vorbild sei das vor zehn Jahren von der CDU durchgesetzte Baugebiet „An der Gartlage“. Seinerzeit seien Preisnachlässe für Familien mit minderjährigen Kindern als Ausdruck der Familienfreundlichkeit gewährt worden. Diese hätten damals im Baugebiet an der Knollstraße maximal 15.000 Euro pro Baugrundstück bzw. bis zu 30 Euro pro qm betragen.

Wünschenswert sei es nach Auffassung der CDU auch, Mietwohnungen und Grundstücke für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des unmittelbar benachbarten Klinikums vorzusehen. Brickwedde: „Gerade in Corona-Zeiten haben Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte bewiesen, dass sie alles für die Patienten geben. Gleichzeitig haben wir zu wenig Pflegepersonal. Auch bezahlbare Mietwohnungen und Grundstücke in der Nähe des Arbeitsplatzes können hier helfen:

 

Hier der Wortlaut des CDU-Antrages:

Für Grundstücke des Geschosswohnungsbaus:

Für diese Grundstücke besteht die Absicht, sie der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Osnabrück“ zum Verkehrswert zu verkaufen, um einen wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Osnabrück zu leisten.

Für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke:

Der Verkauf dieser Grundstücke in einem Höchstgebotsverfahren an einen Investor wird abgelehnt. Der Verkauf der Grundstücke erfolgt direkt an die zukünftigen Hausbewohner. Eine Zusammenarbeit mit der ESOS ist zu prüfen. Beim Verkauf sind Vergabekriterien zu beachten, die der Rat der Stadt Osnabrück beschließen wird. Orientierung geben kann hierbei z. B. das Baugebiet „In der Gartlage“ (2010). Hier wurde die Mehrzahl der Grundstücke an Familien mit minderjährigen Kindern vergeben, für die der Kaufpreis reduziert wurde.

Am Finkenhügel kann auch daran gedacht werden, einen Teil der Mietwohnungen und der Grundstücke für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des unmittelbar benachbarten Klinikums vorzusehen. In Kooperation mit dem Klinikum könnte so auch ein Beitrag zur Überwindung des Pflegenotstandes geleistet werden.

Die Verwaltung wird beauftragt, zur Entwicklung neuer Baugebiete Am Finkenhügel eine Beschlussvorlage zu erarbeiten, die die Vorschläge dieses Antrages aufgreift und konkretisiert.

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