"Die CDU Fraktion im Rat der Stadt Osnabrück wird die Feuerwehrwerkstatt der Berufsfeuerwehr an der Nobbenburger Straße mit ausreichender Personalstärke beibehalten!" Einen entsprechenden Antrag beschloss der Umwelt- und Feuerwehrausschuss in seiner letzten Sitzung.
Der Vorsitzende des Umwelt- und Feuerwehrausschusses, CDU-Ratsherr Björn Meyer teilte hierzu mit, dass Synergieeffekte und Sparmaßnahmen nur dann sinnvoll seien, sofern sie nicht zu Lasten der Sicherheit der Osnabrücker Bürger gingen. Bei einer Verlagerung der Feuerwehrwerkstatt oder einer Rumpfwerkstatt wäre dies jedoch der Fall gewesen! Das immer wieder angeführte Gutachten von Mummert & Partner wurde seitens des Ausschusses für die Feuerwehr nicht angewandt , da es keine sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtige. Das eigens für die Feuerwehr in den 90er Jahren erstellte WIBERA-Gutachten sehe hingegen ausdrücklich, wie im CDU/FDP-Gruppenantrag dargestellt, eine eigene Feuerwehrwerkstatt mit entsprechender Personalausstattung vor!
Dies sei nach Auffassung des feuerwehrpolitischen Sprechers der CDU-Ratsfraktion, Marcus Menster, auch folgerichtig, da gerade in der feuerwehreigenen Werkstatt die Spezialkenntnisse für die Fahrzeuge der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr vorhanden seien.
Ein ganz wesentlicher Grund für die Beibehaltung seien weiterhin Zeitverluste, die durch Fahrten zu einer Zentralwerkstatt entstünden. Die ohnehin durch das umgesetzte WIBERA-Gutachten reduzierten Wachschichten würden temporär noch stärker zurückgeführt. Daraus resultierten wiederum nach Meinung Meyers und Mensters höhere Belastungen der übrigen Wachschicht und ggf. der aushelfenden freiwilligen Wehren. Des Weiteren stünden Materialien auf den Fahrzeugen während der Fahrzeugabwesenheiten nicht zur Verfügung, da sie ja nicht permanent be- und entladen werden könnten.
Schließlich ging Meyer noch auf das Brandschutzgesetz ein. Es sage eindeutig aus, dass der Leiter der Berufsfeuerwehr für die ständige Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehrangehörigen und für allen Maßnahmen des Brandschutzes und der Hilfeleistung verantwortlich sei. Einschlägige Kommentare des Gesetzes bekräftigten diese Aussage mit der Forderung, nur eine dem Leiter der Berufsfeuerwehr unterstellte Feuerwehrwerkstatt könne mit ausreichender Personalstärke seine Pflichtenwahrnehmung gewährleisten.
"Zusammenfassend konnte man aus der Argumentenfülle nur die Entscheidung treffen, die Feuerwehrwerkstatt mit ausreichendem Personal beizubehalten", so Meyer abschließend.

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