Günter Sandfort

„Die Stadt Osnabrück hat im Haushaltsjahr 2018 insgesamt 893.000 EUR für die Angebote der Suchtberatung und Prävention zur Verfügung gestellt und leistet damit einen erheblichen Beitrag. Dass die Politik nun den Förderkreis Drogenhilfe im Stich lasse“, weist Günter Sandfort, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, anlässlich der Kritik des Förderkreises Drogenhilfe zurück.

Das Projekt Suchtprävention in der Schule (SpidS) des Förderkreises Drogenhilfe sei bisher aus Stiftungsmitteln finanziert worden. „Stiftungen ermöglichen Projekte mit dem Ziel, dass diese bei erfolgreichem Verlauf gegebenenfalls von der öffentlichen Hand weiterfinanziert werden. Dieses Ziel wurde insofern erreicht, als dass die Stadt und auch der Landkreis Osnabrück das Projekt SpidS als eines von vielen Präventionsprojekten in die Regelfinanzierung aufgenommen haben“, so Sandfort weiter.

Es gilt allerdings zu bedenken, dass es zahlreiche weitere, wissenschaftlich evaluierte Präventionsprojekte gebe, deren Wirksamkeit bereits nachgewiesen sei, wie zum Beispiel das Projekt SKOLL, ein Selbstkontrolltraining zum angemessenen Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln. Diese vielfältigen Angebote würden im Rahmen der bestehenden Leistungsvereinbarungen mit Diakonie und Caritas bereits zur Anwendung kommen.

„Bei aller Wertschätzung für das Projekt SpidS, auch aus den uns sehr wohl bekannten positiven Rückmeldungen der Schüler, Eltern und Lehrer, ist der Nachweis der Wirksamkeit noch nicht erbracht", so Sandfort abschließend. Daher sei es zielführend, SpidS als ein Präventionsprojekt im bisherigen Umfang weiterzuführen.

 

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