Öffentliche Fraktionssitzung und Informationsveranstaltung – Mittwoch, 30. September 2020, 20 Uhr, Ratsssitzungssaal

Im Herbst 2017 wurde im Rat der Stadt Osnabrück der Radverkehrsplan 2030 beschlossen. 2019 legten die Ratsfraktionen nach und einigten sich auf ein Maßnahmenpaket, mit dem Osnabrück bis 2030 unter die Top Fünf der radverkehrsfreundlichsten Städte Deutschlands kommen soll.
Mit der Überzeugung, dass Radfahren die Umwelt schont, die Straßen entlastet, gesund und preiswert ist, haben wir uns das Ziel gesetzt, die Attraktivität des Radverkehrs zu erhöhen und somit den Anteil der Verkehrsteilnehmer auf dem Rad zu steigern. Dies wollen wir unter anderem damit erreichen, dass Radwege ausgebaut und die Verkehrssicherheit konsequent erhöht wird.
Mit der Unterstützung der CDU-Fraktion konnten bereits einige große Projekte, wie der Radschnellweg nach Belm oder die jüngst zur Fahrradstraße umgewandelte Lyrastraße, realisiert werden.
Einige weitere Forderungen unserer Fraktion, wie der Ausbau der Radwege am Wall auf mindestens zwei Meter Breite plus 50 cm Schutzstreifen, eine umfassende bauliche Veränderung der Pagenstecherstraße zugunsten der Radfahrer sowie die Einrichtung einer Vorfahrtsstraße zwischen Ernst-Sievers-Straße und Katharinenstraße warten noch auf ihre Umsetzung.
Dass dringender Handlungsbedarf besteht, wird durch die tragischen, teilweise tödlichen, Fahrradunfälle deutlich.
Daher fordern wir, durch den Lückenschluss der A33 die Bundesstraße 68 und den LKW-Durchgangsverkehr aus der Stadt zu verbannen, zeitnah den Ausbau separater Fahrradabbiegespuren, neue abgestimmte Ampelschaltungen und deutlich ausgewiesene Fahrrad- und Radschnellwege. Da aber Ressourcen begrenzt sind und nicht alle Maßnahmen gleichzeitig realisiert werden können, gilt es, Prioritäten zu setzen und dabei auch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht aus den Augen zu verlieren. Der Vorschlag, den Wall einspurig zu gestalten, gefährdet die Erreichbarkeit der Innenstadt und würde zu massiven Staus führen. Osnabrück muss auch in Zukunft attraktives Einzelhandels- und Kulturzentrum bleiben und gut erreichbar sein für Arbeitnehmer, Handwerker und Touristen.
Es ist unser erklärtes Ziel, dass Osnabrück zur Fahrradstadt wird und gleichzeitig die Verträglichkeit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden kann.
Wie wir dies umsetzen können, wollen wir diskutieren und laden Sie herzlich ein, sich mit Ihren Ideen und Wünschen zu beteiligen.

Teilnehmer auf dem Podium:

Andrea Menke
Leitende Polizeidirektorin in der Polizeiinspektion Osnabrück
Frank Otte
Stadtbaurat der Stadt Osnabrück
Volkmar Seliger
ADFC Osnabrück e.V.
Mark Rauschen
Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer
Mechthild Möllenkamp
Präsidentin des Handelsverbandes Osnabrück-Emsland e.V.
Walter von Göwels
Verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Münster

Leitung:
Marius Keite
Verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Osnabrück

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